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Alles Wissenswerte für Angestellte und Arbeiter

Angestellte können in die PKV eintreten, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen der letzten drei Jahre über den Pflichtversicherungsgrenzen (2008: 48.150 € 2007: 47.700 € 2006: 47.250 €) lag.

Fällt man wieder unter die Einkommensgrenze, so wird man automatisch wieder Versicherungsflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung und muss sich bei einer normalen Krankenkasse versichern. Wer dies nicht möchte und weiterhin privat krankenversichert bleiben möchte, kann sich von der Pflicht befreien lassen.



Befreiung von der GKV-Versicherungspflicht
Wer möchte kann sich offiziell von der Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen. Davon ist jedoch grundsätzlich abzuraten. Denn ist man einmal befreit, bleibt einem die Rückkehr in die GKV ein Leben lang verwehrt, egal wie niedrig das Einkommen einmal sein wird. Man muss sich dann für immer privat versichern.



Muss man z.B. eine schlechter bezahlte Arbeit annehmen, bekommt Zuwachs in der Familie ( jedes Familienmitglied muss privat seperat versichert werden ) oder es verschlechtert sich der Gesundheitszustand (denn dann steigt der Beitrag zur PKV) kann das zu einer extremen finanziellen Belastung werden.


Arbeitgeberzuschuss zu Krankenversicherungsbeiträgen

Wie auch bei einer Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse zahlt der Arbeitgeber die hälfte des Beitrages. Jedoch nur bis zum Höchstsatz der auch für die gesetzlichen Kassen gilt. Was darüber hinaus geht muss der versicherte selbst drauflegen, ohne Arbeitgeberanteil. Frauen zahlen grundsätzlich mehr wie Männer, da sie statistisch gesehen älter werden.


Für welche Arbeitnehmer es sich lohnt privat versichert zu sein

Solange man Geld aussen vor lässt, lohnt die PKV für jeden. Denn die Leistungen sind sehr gut wenn man den entsprechenden Tarif gebucht hat. Hat man keinen Billigtarif erwischt der nur über den Preis punktet (denn dies gibt es in der PKV auch ) dann bekommt man mehr geboten als von einer gesetzlichen Kasse. Vergleicht man jedoch die kosten von PKV und GKV, dann wird es für die meisten Angestellten und Arbeiter teuer. Denn der überwiegende Teil der Bevölkerung muss für die private Krankenkasse weitaus mehr zahlen als für die Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse.


Günstiger ist die PKV vor allem für gesunde, junge Menschen ohne Kinder und einem hohen Verdienst.
Denn in der GKV müssten diese Menschen Aufgrund ihres hohen Gehaltes auch einen hohen Beitrag zahlen. Da bei den privaten Kassen der Beitrag nach anderen Gesichtspunkten (wie gesundheitlicher Zustand, Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen etc. ) berechnet wird, ist die PKV meist die günstigere Wahl.


Ist man bereits Älter oder hat Vorerkrankungen, dann sieht es anders aus. Denn dann steigen die Beiträge in der PKV enorm an und sie wird teurer als die gesetzliche Krankenversicherung. Je älter man ist, umso mehr muss man zahlen. Für Erkrankungen zahlt man recht teure Risikozuschläge oder der Versicherer schliesst von vornherein bestimmte Leistungen aus. Möchte man die ganze Familie privat versichern wird es ebenfalls nicht günstig. Denn jedes Familienmitglied muss extra versichert werden und kostet auch extra Beitrag.


In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen ist die komplette Familie gratis mitversichert. Daher ist die GKV für Arbeitnehmer mit Familie/Kindern fast immer die billigere Wahl. Doch auch wenn man als Single einen günstigen Tarif bekommt, sollte man mit einberechnen das die PKV mit zunehmendem Alter teurer wird. Mehr zu dem Thema können sie lesen im beitrag Günstige private Krankenversicherung? Wie sich die Kosten auf lange Sicht entwickeln.


Mehr Seiten zum Thema:
Was der Arbeitgeber zur privaten Krankenversicherung hinzuzahlt
Was tun wenn die PKV zu teuer wird?



Ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung sollte wohl überlegt sein. Man trifft damit oft eine Entscheidung die Jahre Folgen trägt. Daher ist eine unabhängige Beratung vom Versicherungsfachmann anzuraten, bevor man einen Vertrag unterschreibt.



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