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Die private Krankenversicherung ist auf Dauer nicht billiger
Beiträge in der PKV – So wird’s günstiger
PKV Vollversicherung für günstige 80 pro Monat. So und ähnlich wird Die private Krankenversicherung von Versicherungen als sehr günstig beworben. Und tatsächlich gibt es diese günstigen Tarife. Allerdings bieten Billigangebote auch nur dementsprechende Leistungen.
Oft liegen diese sogar unter dem Standard der gesetzlichen Krankenversicherung. Wirklich günstig wird ein Tarif auch nur dann, wenn der/die Versicherte jung und gesund ist. Hat man bereits Vorerkrankungen muss man dafür teure Risikozuschläge zahlen.
Die PKV bietet zwar weitaus bessere Leistungen als die GKV, man bekommt diese aber nur wenn man einen leistungsstarken Tarif gebucht hat. Und solch ein Tarif ist im Normalfall teurer als die gesetzliche Krankenkasse. Die meisten Billigtarife bieten kaum gute Leistungen. Sobald der Beitrag unter 200 Euro sinkt, sollte man mit gesundem Misstrauen die Leistungen überprüfen. Männer über dreissig erhalten kaum einen Vertrag mit Leistungen ähnlich der gesetzlichen Kassen unter 250 Euro. Für Frauen kann man nochmal 100 Euro draufrechnen. Denn sie zahlen aufgrund höherer Lebenserwartung und höheren Krankheitskosten viel mehr als Männer.
PKV für Angestellte und Selbstständige auf Dauer meist teuerer als GKV:
Das man mit günstigen Beiträgen (solange man jung und gesund ist) viel Geld spart ist eine Milchmädchenrechnung. Denn in der Zeit der günstigen Beiträge muss man bereits viel Geld auf die Seite legen um die teuren Beiträge im Alter zahlen zu können. Unterm Strich ist die PKV in dem meisten Fällen teurer als die gesetzliche Gesundheitsversicherung.
Ausnahme Beamte:
Für Bundesbeamte ist die private Krankenversicherung oft eine günstige Alternative auch bis ins hohe Alter. Denn Sie bekommen vom Dienstherrn (Staat) eine Beihilfe zu den Gesundheitskosten. Geht der Beamte in Pension, so steigen die Ansprüche an Kostenerstattung sogar für den Versicherten. Mehr zum Thema: Krankenversicherung für Beamte
Gesundheit als Kostenfalle - Im Alter steigend die Beiträge enorm
Die Beiträge einer private Krankenversicherung sind vor allem für junge und gesunde Menschen günstiger als die GKV. Das verlockt dazu sich in der privaten Versicherung zu versichern oder von GKV in die PKV zu wechseln. Es bleibt aber nicht bei den günstigen Beiträgen. Mit dem Alter steigen die Beiträge (unabhängig vom Gesundheitszustand).
Ein heute 30 jähriger Mann mit einem aktuellen Beitrag von ca. 300 Euro monatlich, muss damit rechnen im Rentenalter um die 1000 Euro für einen leistungsfähigen PKV-Vertrag zu zahlen. Auch wenn der Beitrag in jungen Jahren weitaus günstiger war. Eine Verdreifachung der Kosten gilt als normal. Da helfen auch Altersrückstellungen nicht viel, die vom Versicherer zurück gelegt werden um einen zu drastischen Beitragsanstieg im Alter zu vermeiden. Der Beitrag steigt in der Regel trotzdem viel stärker an als in einer gesetzlichen Krankenkasse.
Vor allem sollte man bedenken das Ehepartner oder Kinder nicht automatisch mitversichert sind. Jede Person braucht in der privaten Versicherung einen eigenen Vertrag. Muss man eine Familie versichern wird es daher richtig teuer.
Eng wird es vor allem auch dann, wenn man in Rente geht. Denn solange man Arbeit hat, laässt sich ein verdreifachter Beitrag evt. noch gut stemmen. Aber mit dem Renteneintritt sinkt das Einkommen. Die Beiträge zur PKV steigen trotzdem. Die Summen für die Krankenversicherungsbeiträge können von der privater oder staatlicher Rente kaum finanziert werden. Daher muss man bereits wenn man jung ist, jeden Monat ein paar hundert Euro auf die Seite legen um während der Rente etwas finanziellen Spielraum für die monatlichen Zahlungen an die Krankenversicherung zu haben.
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