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Geht der Trend zur PKV Praxis?
Der Bundesgesundheitsminister Rösler denkt scheinbar etwas unkonventionell, was die durchzuführende Gesundheitsreform betrifft. Ausgerechnet einen offenen Befürworter der privaten Krankenversicherung will er sich als Berater an die Seite holen. Christian Weber war bisher einer der führenden Köpfe des Bundesverbandes der privaten Krankenversicherer. Natürlich weckt diese Auswahl Proteste sowohl in der Opposition als auch unter den Bürgern.
Sie befürchten jetzt, bei den Kosten für die Krankenkasse noch stärker zur Kasse gebeten zu werden. Das ist auch sehr wahrscheinlich, denn die FDP als eine der beiden regierenden Parteien fordert ganz offen die Einführung einer Gesundheitsprämie. Das würde das bisher praktizierte Prinzip der Erhebung von einkommensabhängigen Beiträgen völlig auf den Kopf stellen. Auch die Pflegeversicherung steht im Visier der künftigen Gesundheitspolitik der Regierung. Hier sollen zusätzliche Einnahmen die Finanzierbarkeit sichern. Das wäre natürlich nur über die Erhebung von Extrabeiträgen möglich.
Glaubt man der Presse, so soll Christian Weber von Birgit Naase unterstützt werden. Birgit Naase dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Interesse der regierenden Parteien denken, denn sie war vorher als führender Kopf einer gesetzlichen Krankenkasse tätig.
Was könnte diese Personalpolitik für den einzelnen Bürger bedeuten? Wenn die Krankenkassenbeiträge auf ein Prämiensystem umgestellt werden, wie es bereits jetzt schon mit Ausnahme des Basistarifs bei den privaten Krankenkassen üblich ist, dann werden einmal mehr die Schwächsten der Gesellschaft geschröpft. Die älteren und kranken Menschen dürften bei einem Prämiensystem deutlich tiefer als bisher in die Tasche greifen müssen. Rechnet man dann noch hinzu, dass die Renten künftig mit einem immer größeren Anteil versteuert werden müssen, dann ist jetzt schon absehbar, dass schon binnen kurzer Zeit die Zahl der Menschen steigen wird, die im Alter auf Sozialzuschläge angewiesen sind.
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