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Private Krankenversicherung: DKV fordert Eingreifen vom Staat


Die DKV fordert als erste private Krankenversicherung, dass der Staat in den Wettbewerb unter den Versicherern eingreift. Dr. Clemens Muth, Vorsitzender der DKV, ist der Meinung, dass es derzeit zu einem ruinösen Wettbewerb unter den vielen Krankenversicherern kommt. Sollte es zu Maßnahmen des Bundesaufsichtsamtes kommen, würden diese ausdrücklich von ihm unterstützt, damit der ruinöse Wettbewerb eingeschränkt werden kann.



Neue Regelung in Bezug auf Provision für Vermittler gefordert


Zu den Forderungen der DKV gehört vor allem, dass es zu einer Regelung über die Provision für Vermittler kommt. Derzeit erhalten Vertriebe, die einer Gesellschaft eine private Krankenversicherung vermitteln, bis zu 16 Monatsbeiträge. Eine Beschränkung auf bis zu maximal zwölf Monatsbeiträge ist momentan im Gespräch, doch der DKV ist diese Vermittlerprovision immer noch zu hoch. Schließlich bekommt ein normaler Vermittler im Regelfall zwischen fünf und sechs Monatsbeiträge als Provision. Die DKV ist der Meinung, dass die hohen Vermittlungsprovisionen dazu führen könnten, dass Vermittler ihre Kunden zu einer Kündigung überreden, um so Geld zu verdienen.



Neue Regelung für Billigtarife gefordert


Bei einigen Gesellschaften ist es gang und gäbe, extrem billige Angebote in Bezug auf die private Krankenversicherung zu machen, nur um so schnell wie möglich neue Kunden zu gewinnen. Allerdings bergen diese so genannten Billigtarife große Gefahren. Denn in den meisten Fällen sind die Leistungen eingeschränkt, was man dem Neukunden wohl wissentlich verschweigt. Ebenso unschön ist, dass die Billigangebote im Laufe der Zeit extrem steigen können was den monatlichen Beitrag anbelangt. Der Vorteil, den sich Neukunden durch einen Billigtarif erhoffen, ist also schnell verflogen. Und am Ende bezahlt man mehr, als bei einem konkurrierenden Versicherungsunternehmen.



Vorschläge des DKV-Vorsitzenden


Dr. Clemens Muth plädiert dafür, dass für die Krankenvollversicherung eine Art Mindestleistung eingeführt wird. Außerdem soll durch den Staat der Beitrag für eine Krankenvollversicherung geregelt werden. In einem Interview weist Muth außerdem darauf hin, dass eine private Krankenversicherung längst nicht für jeden Kunden geeignet ist. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt, eben weil diese für ihn größere Vorteile bietet, drückt die Zahl derer, die mit ihrer privaten Krankenversicherung unzufrieden sind.


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