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Tarife für privat Versicherte werden 2011 teurer
Für 2011 ist geplant, dass diejenigen, welche in der privaten Krankenversicherung sind, einen höheren Beitrag zahlen müssen. Ebenso wie in diesem Jahr soll es auch zu Beginn des neuen Jahres zur Steigerungen der einzelnen Anbieter aus der privaten Krankenversicherung kommen. Bislang geht man davon aus, dass die Kostensteigerung im Durchschnitt sieben Prozent betragen wird. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel Online" beruft sich hierbei auf eine Befragung von 15 privaten Krankenversicherungen.
Tarifwechsel kann sich lohnen
Der Bund der Versicherten gibt allen, die eine private Krankenversicherung haben, deswegen den Tipp, einen Tarifwechsel zu vollziehen.
Damit würden sich Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung vermeiden lassen. Wichtig hierbei: Voerst sollte man sich bei seinem derzeitigen Versicherer nach besseren Tarifen umschauen. Denn bei seinem Versicherungsunternehmen nach Alternativen zum bestehenden Vertrag zu fragen, kann mehr lohnen da man die kompletten Rücklagen fürs Alter behalten kann. Denn bei einem Anbieterwechsel zu einem neuen Versicherer verliert man die Altersrückstellungen die der alte Versicherer aufgebaut hat. Da man diese bei der neuen Versicherung komplett neu aufbauen muss beginnt man automatisch mit einem viel höheren Beitrag. Somit ist es fast immer günstiger innerhalb des alten Versicherers einen neuen besseren Tarif zu finden als zu einem neuen Versicherungsunternehmen zu wechseln.
Behandlungskostensteigerung rechtfertigt Tariferhöhungen?
Insgesamt sind es etwa neun Millionen deutsche Bundesbürger, welche privat versichert sind. Sie alle werden mehr oder weniger von der Beitragserhöhung 2011 betroffen sein. Der Grund, warum die Beiträge im kommenden Jahr höher werden, liegt darin, dass die Behandlungskosten durch den medizinischen Fortschritt gestiegen sind. Aber auch der demographische Wandel hat seinen Anteil daran, dass private Versicherungsunternehmen ihre Kalkulationen für die Versicherungstarife neu überarbeiten müssen.
Tariferhöhung nicht bei allen privaten Versicherungsunternehmen
Nicht bei jeder Krankenkasse ist die Beitragserhöhung gleich hoch, andere verzichten sogar auf die Tariferhöhung. Beitragserhöhungen geben soll es aber unter anderem bei den Versicherungsunternehmen Alte Oldenburger, Hallesche Private Krankenversicherung, sowie bei der Barmenia Krankenversicherung. Zu diesen Erkenntnissen kam man nach einer Befragung von 15 privaten Krankenversicherungen durch das Nachrichtenmagazin "Spiegel Online". Einige Unternehmen haben in Bezug auf die Tariferhöhung allerdings gar keine Angaben gemacht - darunter die Gothaer, die HanseMerkur, HUK-Coburg und die Central Krankenversicherung. Mit geringen Beitragserhöhungen müssen Versicherte der Allianz, der Signal, der Inter und der Bayerischen Beamtenkasse rechnen.
Fristgerechter Wechsel
In den kommenden Tagen sollen privat Versicherte eine schriftliche Mitteilung über die Beitragserhöhung erhalten. Innerhalb einer bestimmten Frist haben sie dann die Möglichkeit, eine außerordentliche Kündigung auszusprechen und damit den Tarif innerhalb der Versicherungsgesellschaft zu wechseln oder sich für ein anderes Versicherungsunternehmen zu entscheiden.
Ab Zugang der schriftlichen Mitteilung besteht eine Frist von einem Monat. Innerhalb dieses Zeitraumes müssen sich die Versicherten für oder gegen einen Tarifwechsel beziehungsweise für oder gegen einen Wechsel in eine neue Versicherungsagentur entscheiden.
